mein Erfahrungsbericht

(Text eingestellt am 03.01.2011)

 

Mein Name ist Peter Schelter, ich bin 41Jahre alt , Vater von 3 Kindern und auch sehr glücklich mit meiner Frau verheiratet.

Kurz und gut Privat war alles im Lot, auch habe ich eine gut bezahlte Arbeit, doch dann kam die Diagnose Hodenkrebs.

 

Am 14.05.2010 wurde mir der Linke Hoden entfernt der Schnellschnitt hat ergeben:

Teratom des Linken Hoden und embryonales Karzinom ( weniger als 5% ) und Seminom

 

Am 31.05 wurde dann mit der Chemotherapie begonnen nach einem Standardverfahren, dem PEB Schema mit 3 geplanten Zyklen.

 

Ausser den üblichen Nebenwirkungen bei einer Chemo bekam ich in der 3. Woche des ersten Zyklus nach der ambulanten Gabe von Bleomycin eine Lungenembolie.

Nach einer Woche Intensivstation wurde ich für 3Tage nach Hause entlassen. Danach wurde der 2. Zyklus der Chemotherapie abgeändert und im PEI Schema weiter geführt. Nach diesem 2. Zyklus hatte ich Schwierigkeiten mit den Schleimhäuten, eine Blasenentzündung, lang anhaltende Übelkeit und meine Leukozyten waren im Keller.

 

Als ich nach dem 3. Zyklus am 25.07. aus dem Krankenhaus entlassen worden bin wurde mir gesagt, daß die Chemotherapie nicht so gut verlaufen ist wie es geplant war. Bei der abschließenden CT Untersuchung stellte sich eine Raumforderung Linke Lunge und ein Lymphom von ca 2 cm Größe dar. Auf der CT Aufnahme war die Metastase gekennzeichnet und auch für mich als Laien erkennbar. Die geplanten Chemotherapien waren nun abgeschlossen, meiner Ansicht nach völlig erfolglos. Laut der Sicht meiner bis dahin behandelnden Ärzte, sollte ich in eine Uniklinik zu einer Pet-CT Untersuchung und einem 4. Zyklus Chemotherapie.

Ich persönlich war davon überzeugt, daß Chemotherpie nicht die richtige Behandlung für mich ist und hatte außerdem Angst vor weiteren Nebenwirkungen.

 

Mit dieser Ansicht gegen die Chemo stand ich dann ziehmlich allein da. Mein Urologe sagte Chemo ist die einzige Chance, die ich habe. Ein Onkologe, den ich befragt habe meinte, daß man mit diesen Untersuchungsergebnissen sofort handeln muß, weil in diesem Fall „Zeit – Leben bedeutet“.

 

Eigentlich war ich bereits davon sehr überzeugt, daß mein Weg mich nicht mehr in die Klinik zur Chemotherapie führte, sondern ich verließ mich von nun an auf mein Bauchgefühl, daß die Misteltherapie der richtige Weg für mich ist. Daher ging ich in eigener Verantwortung nicht in die Uniklinik.

In einem Gespräch mit meinem behandelnden antrhoposophischen und homöopatischen Arzt, bei dem ich mit der Misteltherapie begonnen hatte, hat dieser mich aufgeklärt, daß es nicht ungefährlich ist, Lungenmetastasen mit Chemo zu behandeln, da diese Metastasen dadurch noch weiter streuen können.

 

Als erstes Mistelpräparat bekam ich die Apfelmistel.

Nach den ersten Mistelbehandlungen merkte ich, daß´ich wieder mehr Kraft bekam, körperlich und seelisch. Mein Körper erholte sich zügig von der Chemo-Behandlung. Das Lymphom konnte man richtig ertasten und es wurde nach dem Spritzen des Mistelpräparates für 2 – 3 Tage größer.

 

Als 2. antroposophisches Präparat bekam ich die Christrose (Heleborus niger). Beim ersten Spritzen dieses Mittels in Lungenhöhe am Rücken fühlte es sich für gut eine Stunde an wie ein warmer Gürtel. Es hat also nicht gebrannt, sondern es fühlte sich angenehm an.

 

Bei den nächsten Behandlungen legte mich Herr Dr. Wilkens ins Mistelfieber.

Die Spritzen wurden in der Nähe der Naht der Hodenentfernung gegeben. Am nächsten Tag um ca. 14 Uhr begann bei mir das Mistelfieber. Das Fieber begann mit ca. 38°C und stieg bis 39,5°C an. Dazu bekam ich an der Einstichstelle ein starke Schwellung und sehr starke Gliederschmerzen. Das Ganze hielt ca. 24 Stunden an.

Nach diesem Mistelfieber fühlte ich mich von Tag zu Tag wieder kräftiger, so, daß ich mit Sport (Nordic Walking) anfing.

 

Seit dieser Behandlung spritze ich mich jeden Dienstag mit dem Apfelmistelpräparat, welches jedoch immer zu einem leicht pelzigen Taubheitsgefühl neben der Einstichstelle für ca. 5 Tage führt.

Jeden Mittwoch spritze ich mich mit dem Christrose-Mistelpräparat in der Nähe des Lymphoms. Kurz nach dem Spritzen wurde der Knoten größer und fest, nach ein paar Tagen verschwand diese Schwellung aber. Das Ganze ging über mehrere Wochen gleich weiter.

 

Am 13.09. hatte ich dann einen Termin zum CT Thorax. Nach einer gründlichen Untersuchung war von den Metastasen nichts mehr zu sehen. Der erste große Erfolg war also zu feiern.

 

Mit der Misteltherapie und mit dem Sport machte ich jetzt immer weiter. Die Reaktionen meines Körpers auf die Spritzen hatten sich inzwischen geändert. Das heißt, bei der Apfelmistel wurde es immer noch pelzig, jedoch bei der Christrose wurde der Knoten nicht mehr größer, sondern blieb erst gleich groß und verringerte sich dann von Tag zu Tag.

 

Am 28.09. mußte ich zu einer MRT Untersuchung Abdomen.

Das Untersuchungsergebniss stand fest. Das Lymphom ist noch vergrößert, jedoch es ist nicht mehr aktiv, da es nicht einmal mehr Kontrastmittel aufnimmt. Auf meine direkte Frage: Würden Sie nach den beiden Untersuchungen sagen, daß ich noch Krebs habe? sagte mir der Radiologe, daß man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von Krebs sprechen kann. Die Untersuchungsergebnisse sind also sehr positiv für mich ausgefallen.

 

Mittlerweile sind schon wieder 2 Wochen vergangen, der Knoten vom Lymphom ist nicht mehr zu ertasten. Auch nach dem Spritzen der Christrose gibt es keine Vergrößerung mehr.

 

Ein rießiger Nebeneffekt der Misteltherapie ist auch, daß meine ganze Familie zur Zeit mit einem grippalen Infekt „flach liegt“ und ich habe so gute Abwehrkräfte, daß mich diese Erkältungsperiode einfach nur kalt lässt.

 

Wie ging es weiter…..

 

Nach einem Gespräch mit der Krebsberatungsstelle habe ich mich dazu aufgerafft, vor dem Rückkehr ins Berufsleben noch eine Reha-Maßnahme zu beantragen. Das ist mit der Hilfe von der Beratungstelle keine große Sache gewesen.

 

Im November bin ich dann nach Bad Brückenau auf Kur gefahren. Mit der Hilfe eines

ausgewogenen Ernährungs- und Sportplans habe ich meine Fitness auch noch um einiges gesteigert. Es ist meiner Meinung nach auch sehr zu empfehlen, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen um zu hören, wie diese mit den Krebs umgehen.

 

Am 5 Januar 2011 war es dann mal wieder so weit: Nachsorge Untersuchung ( CT ).

Das Ergebnis war wieder sehr erfreulich, denn es sind keine Anzeichen mehr von Krebs zu sehen, das heißt keine Vergrößerungen der Lymphknoten und keine Anzeichen von Metastasen.